Der Zugewinnausgleich

Mit der Scheidung ist die Ehe beendet. Nun ist das sogenannte Zugewinnausgleichsverfahren durchzuführen. Dabei wird der Zugewinn der Eheleute verglichen. Der erwirtschaftete Zugewinn ist die Differenz zwischen dem Vermögen bei der Scheidung und dem Anfangsvermögen.

Im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) wird das im § 1363 so beschrieben:

(1)    
Die Ehegatten leben im Güterstand der Zugewinngemeinschaft, wenn sie nicht durch Ehevertrag etwas anderes vereinbaren.

(2)     Das jeweilige Vermögen der Ehegatten wird nicht deren gemeinschaftliches Vermögen; - dies gilt auch für Vermögen, das ein Ehegatte nach der Eheschließung erwirbt. Der Zugewinn, den die Ehegatten in der Ehe erzielen, wird jedoch ausgeglichen, wenn die Zugewinngemeinschaft endet.

Dazu hier ein einfaches Beispiel ohne Berücksichtigung des heranzuziehenden Inflationsausgleiches und evtl. weiterer Posten, welche z. B. aus einer Erbschaft hinzuzuziehen wären:

Das Anfangsvermögen des Mannes bei der Heirat beträgt 10.000 €. Während seiner beruflichen Tätigkeit ist bis zur Scheidung das Vermögen auf 50.000 € angewachsen. Die Ehefrau brachte 5.000 € mit in die Ehe. Da sie nicht berufstätig war,  beträgt ihr Vermögen bei der Scheidung 5.000 €. Um den Zugewinn des Mannes zu ermitteln, wird vom Endvermögen das Anfangsvermögen abgezogen, - also 50.000 - 10.000 = 40.000 €. Bei der Ehefrau beträgt der Zugewinn (5.000 - 5.000 = 0 €). Sie kann also von ihrem Ehepartner die Hälfte des erwirtschafteten Vermögens verlangen, - also 40.000 : 2 = 20.000 €.

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Heribert Kohlen
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