Auch der Anspruch auf Kindesunterhalt setzt voraus, dass das Kind bedürftig ist. Ein minderjähriges Kind ist aber nach § 1602 Absatz 2 BGB grundsätzlich nicht verpflichtet, sein Vermögen zu verwerten oder einer Erwerbstätigkeit nachzugehen.

Leben die Eltern eines minderjährigen Kindes getrennt, erfüllt der Elternteil, bei dem das Kind aufwächst, seinen Unterhaltsbeitrag in der Regel durch Pflege und Erziehung des Kindes.
Der andere Elternteil hat den Unterhalt durch die Zahlung eines monatlichen Betrages zu erbringen. Dabei sieht § 1612a BGB einen Mindestunterhalt vor. Maßgebend sind die Leitlinien der bundesweit zur Anwendung findenden Düsseldorfer Tabelle für die Bestimmung des Kindesunterhalts. Die Tabelle ist für die Gerichte nicht bindend, - deshalb kann es hier zu Abweichungen kommen.

Eine gesteigerte Unterhaltsverpflichtung besteht gegenüber mindertjährigen sowie volljährigen Kindern, die das 21. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, im Haushalt eines Elternteils leben und sich in der Schulausbildung befinden. Das hat zur Folge, dass der barunterhaltspflichtige Elternteil sich um eine zumutbare Erwerbstätigkeit zu bemühen hat. Die verfügbaren Mittel sind gleichmäßig für seinen eigenen und den Unterhalt seiner Kinder zu verwenden. Auch hierbei ist die Düsseldorfer Tabelle eine Orientierungshilfe.
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